CDU in Kevelaer: Mehrheit für Gradierwerk in Lippstadt

Fraktion informiert sich bei Klausurtagung über Kosten und Nutzen

 

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Lippstadt spricht sich mit großer Mehrheit für ein Gradierwerk mit Inhalatorium in Lippstadt aus. Zu diesem Ergebnis kam die Fraktion bei ihrer Klausurtagung in Kevelaer. Ausschlaggebend für die Orts-wahl der Tagung war die Besichtigung des dortigen Gradierwerks, das in einer vergleichbaren Größenordnung geplant wurde wie das Lippstädter Projekt im Eulenpark in Bad Waldliesborn und dazu vom gleichen Architekten stammt.

 

Vor Ort informierte sich die CDU-Fraktion über Bau, Betrieb und Wirkung eines solchen Gradierwerks. Gesprächspartner waren unter anderem eine Mitarbeiterin der Stadt Kevelaer mit der Zuständigkeit für den Gesundheitstourismus, der Betriebsleiter der Stadtwerke Kevelaer, die das Gradierwerk betreiben, sowie ein Stadtführer, der die städtebauliche und touristische Entwicklung rund um das Projekt erläuterte.

Nach Angaben der CDU standen vor allem die Folgekosten im laufenden Betrieb im Mittelpunkt des Interesses. Gerade diese Fragen seien mit Blick auf die Diskussion um Bad Waldliesborn von besonderer Bedeutung gewesen. Die Fraktion sieht die zu erwartenden Belastungen nach dem Besuch in Kevelaer aber als vertretbar an. Fraktionsvorsitzender Peter Cosack wertet ein Gradierwerk als Impuls für den Kurort. „Das Gradierwerk kann für den Gesundheitstourismus eine wichtige Initialzündung sein. Es zeigt: Wir glauben an die Zukunft des Heilbades. Zugleich ist für uns klar, dass das Gradierwerk kein Ersatz für ein Thermalbad in Lippstadt sein kann“, erklärte er. Es gehe darum, die schwierige Übergangsphase zu überbrücken und möglichen Investoren deutlich zu machen, dass es in Bad Waldliesborn weiter gehe. 

Aus Sicht der CDU-Fraktion ist die Ausgangslage in Lippstadt zudem günstiger als in Kevelaer. Während dort ein neues Umfeld für das Gradierwerk geschaffen worden sei, könne in Lippstadt auf bestehende Strukturen zurückgegriffen werden. Dadurch entstehen zahlreiche Kosten der Pflege und Unterhaltung erst gar nicht. Betriebskosten des Inhalatoriums werden in Kevelaer durch den Eintritt gedeckt. Die Eindrücke vor Ort und die Gespräche mit den Verantwortlichen sind sehr überzeugend gewesen, da waren sich die Mitglieder der CDU-Fraktion einig. 

Neben dem Besuch des Gradierwerks befasste sich die Fraktion während ihrer Klausurtagung auch mit weiteren kommunalpolitischen Themen und der inhaltlichen Ausrichtung ihrer Arbeit. Der Termin in Kevelaer bildete dabei nach Angaben der CDU den wichtigsten Schwerpunkt.

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